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Nieren im Blick

Etwa zwei von fünf Menschen mit Diabetes entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung Nierenschäden. Regelmäßige Kontrollen und verschiedene Maßnahmen helfen, vorzubeugen und ein Voranschreiten dieser diabetischen Nephropathie zu verhindern. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Zu viel Zucker im Blut schädigt die feinen Strukturen im inneren des Organs. Dies führt dazu, dass die Filterleistung der Nieren und mitunter auch die Durchblutung abnehmen. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes verschlechtern häufig weitere Faktoren, wie etwa erhöhte Blutdruck- oder Blutfettwerte, den Krankheitsverlauf.

Besonders tückisch: Nierenschäden verlaufen oft schleichend, ohne dass man sie spürt. Deshalb raten Experten zu regelmäßigen Untersuchungen. Einmal im Jahr sollte der Arzt den Morgenurin auf das Eiweiß Albumin testen. Zudem untersucht er die Filterfunktion der Niere anhand einer Blutprobe. Bei auffälligen Werten ermittelt der Arzt weitere Werte. Auch der Blutdruck sowie der Augenhintergrund werden untersucht. 

Als A und O gilt eine möglichst gute Einstellung des Blutzuckers und des Blutdrucks. War der Langzeitblutzuckerwert HbA1c in der Vergangenheit erhöht, versucht der Arzt zusammen mit dem Patienten Maßnahmen zu finden, um diesen zu verbessern. Als Ziel gilt ein HbA1c-Wert von unter 7 Prozent. Als guter Blutdruck gelten Werte von maximal 130/80 mmHg beziehungsweise bei Menschen über 65 Jahren von maximal 140/80 mmHg. Wer sich gesund ernährt und ausreichend bewegt, kann selbst mithelfen, damit sich diese Zielwerte besser erreichen lassen. Auch ein Abbau von Übergewicht sowie verbesserte Blutfettwerte kommen der Nierengesundheit zugute. Außerdem empfiehlt es sich, mit dem Rauchen aufzuhören. Bereits bei mäßigem Rauchen schreitet die Nephropathie doppelt so schnell voran.

Wenn die Nieren nicht mehr zu hundert Prozent arbeiten, kann dies auch Auswirkungen auf die Diabetes-Therapie haben: Betroffene vertragen manche Medikamente nicht mehr oder müssen zumindest deren Dosis anpassen. Außerdem steigt das Risiko von Unterzuckerungen. Deshalb muss der Arzt regelmäßig die Nierenfunktion überprüfen und gegebenenfalls die Art und Menge der Medikamente verändern.

Außerdem in diesem Heft: Traditionelle chinesische Medizin: Kräuter richtig nutzen +++ Mehr Schutz vor gefälschten Arzneimitteln +++ Deos für jeden Bedarf

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"