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Neuropathie: Schmerz lass‘ nach!

Bei vielen langjährigen Diabetes-Patienten treten Nervenleiden auf. Polyneuropathie nennen dies die Experten. Gewöhnliche Schmerzmittel helfen dann nicht. Welche Maßnahmen eventuell die Nervenschmerzen lindern, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen. 

Das A und O im Kampf gegen eine Nervenschädigung bildet ein gut eingestellter Blutzucker. Eine individuell angepasste Diabetestherapie sowie eine gesunde Lebensweise mit Blick auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung tragen dazu bei. 

Klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac wirken bei Nervenschädigungen nicht. „Es gibt einige Patienten, die sie trotzdem nehmen, um überhaupt etwas zu tun. Aber damit schadet man sich eher, da die Medikamente auch Nebenwirkungen haben“, erklärt Dr. Thomas Cegla, Chefarzt an der Helios Universitätsklinik Wuppertal und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin. 

Bei der Therapie gegen Nervenschmerzen arbeiten Mediziner mit anderen Substanzgruppen: etwa mit Medikamenten gegen Epilepsie oder Depressionen oder mit Opiaten. Die Mittel werden mitunter kombiniert und individuell nach einem festen Zeitschema eingenommen. Für die Behandlung braucht es etwas Geduld. „Generell fängt man mit niedrigen Dosierungen an. Das führt dazu, dass es eine Weile dauert, bis die Wirkung einsetzt“, informiert Cegla. „Nach drei Monaten zeigt sich in etwa, ob man auf dem richtigen Weg ist.“ 

Nicht bei jedem Patienten schlägt die Behandlung gleich gut an. Doch die Schmerzen lassen sich in der Regel um 30 bis 50 Prozent reduzieren. Außerdem gelten auch andere Therapieformen als vielversprechend. „Jeder zweite bis dritte Patient spricht auf spezielle Pflaster mit medizinischem Chili an.“ Das darin enthaltene Capsaicin stimuliert Untereinheiten von Schmerzrezeptoren. Durch die Übererregung der Rezeptoren werden die Nervenenden unempfindlich für Schmerzreize gemacht, erläutert der Schmerzmediziner. Ein weiteres Verfahren, die Transkutane Elektrische Nervenstimulation – kurz TENS –, reizt die Nerven über unterschiedliche Frequenzen und erhält so deren Funktion. Spezielle TENS-Socken bezahlen Krankenkassen in der Regel auf Antrag. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Vitamin B1 oder dessen Vorstufen das Fortschreiten von Nervenschäden hinauszögern können. 

Außerdem in diesem Heft: Endlich ich! Guter Start in die Rente +++ Apotheker raten: Warum Cortison ausgeschlichen werden muss +++ Sonnenbrand vorbeugen

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"